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Basenbad

Wer kennt das nicht: Nach einem langen Tag fühlt man sich gestresst, abgespannt, müde oder schlichtweg einfach unwohl. Viele Menschen verlassen sich darauf, dass ihr Körper belastbar ist, ohne sich hin und wieder einmal eine Auszeit zu gönnen. Dabei vergessen sie allerdings, dass unsere Lebens- und Ernährungsweise maßgeblich unsere Gesundheit und unsere Wohlbefinden beeinflussen. Unser Organismus ist täglich einer Vielzahl von Gift- und Schadstoffen ausgesetzt. Viele davon nehmen wir sogar billigend in Kauf.

Doch eine ungesunde Ernährung, aber auch psychischer und körperlicher Stress sowie chemische Körperpflegeprodukte können unseren körpereigenen Säure-Base-Haushalt aus dem Gleichgewicht bringen – es kommt zur Übersäuerung. Auf lange Sicht kann dieser Zustand weitaus schlimmere Beschwerden hervorrufen, als Müdigkeit oder Energielosigkeit. Er ist Auslöser für viele Beschwerden wie Hautunreinheiten, Haarausfall, Migräne, Gewichtszunahme, Hitzewallungen und kann sogar verantwortlich für schwerwiegendere Krankheiten sein.

Um langfristig gesund, ausgeglichen und leistungsfähig zu bleiben sollte man sich also genügend Zeit für sich selbst nehmen und einer Übersäuerung entgegenwirken. Was bietet sich da besser an, als ein ausgiebiges Bad nach einem stressigen Tag? Nimmt man dann auch noch basisches Badesalz, kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Im heißen Wasser kann man richtig schön die Seele baumeln lassen, alle Muskeln entspannen und zudem wird der Organismus über die Haut schonend entsäuert und entschlackt.

Warum basisch? - Der Säure-Base-Haushalt unseres Körpers

Der menschliche Organismus besteht zum größten Teil aus Flüssigkeiten, die alle einen bestimmten pH-Wert haben. Dieser Wert zeigt an, wie sauer oder wie basisch eine Flüssigkeit ist. Die Flüssigkeit in unserem Magen, die sogenannte Magensäure, beispielsweise hat einen sehr niedrigen pH-Wert und ist damit sehr sauer. Ebenso besitzt unsere Haut den schwach sauren Säureschutzmantel, der vor dem Eindringen von Krankheitserregern schützen soll. Unser Blut hingegen ist mit einem pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 wesentlich basischer. Doch was hat das mit meinem Wohlbefinden zu tun?

Der pH-Wert gibt die Konzentration von Säuren bzw. Basen in einer Flüssigkeit an und wird durch die Zahlen 1 – 14 augedrückt:

Sauer pH-neutral Basisch
0 – 6,9 7 7,1 – 14

Eine ausgewogene Balance zwischen Säuren und Basen in unserem Körper ist ein wichtiger Faktor für unsere Gesundheit. Normalerweise ist unser Organismus von ganz alleine dazu fähig, den Säure-Basen-Haushalt in seinem Gleichgewicht zu halten. Kommt es aber zu einer erhöhten Belastung durch eine ungesunde Lebensweise, kommen die körpereigenen Hilfsmechanismen nicht mehr nach – es kommt zur Übersäuerung.

Was ist Übersäuerung und was sind die Folgen?

Dass der Konsum von Nahrungs- und Genussmittel wie Fett, Fleisch, Wurst, Nikotin, Alkohol, Weißmehlprodukten und Zucker, sowie Bewegungsmangel und erhöhter Stress generell sehr ungesund sind, ist den meisten Menschen bewusst. Dass diese Faktoren aber auch verantwortlich für viele Krankheiten sein können, vergessen allerdings viele. Denn wenn ungesunde Nahrungsmittel aufgenommen werden oder durch erhöhten Stress, entstehen im Blut giftige Säuren, die der Körper so schnell wie möglich wieder loswerden möchte. Dies geschieht in der Regel durch Mineralien, die einen basischen pH-Wert besitzen und somit die giftigen Säuren in Salze, sogenannte Schlacken, umwandeln, die dann wiederum ausgeschieden werden können.

saeuren-basen-haushalt

Als Puffer arbeiten unser Blut und Gewebe, sowie die Ausscheidungsmechanismen der Nieren eng zusammen. Wenn nun aber durch eine einseitige Ernährung und eine große Stressbelastung zu viele Säuren im Körper entstehen und dem Organismus gleichzeitig auch noch zu wenige Mineralien zur Verfügung stehen, kommt es zur Übersäuerung. Der Organismus kann die entstandenen Schlacken ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausscheiden und lagert sie dort ein, wo sie eigentlich abgebaut werden sollten: in der Haut, dem Bindegewebe, den Blutgefäßen und den Gelenken. Dort können sie dann wichtige Stoffwechselvorgänge blockieren und sind verantwortlich für eine Vielzahl von Beschwerden.

entschlacken-mit-basenbadObwohl unsere Haut eigentlich einen leicht sauren pH-Wert besitzt, um uns vor Krankheitserregern zu schützen, leidet sie am meisten an der Übersäuerung. Denn als unser größtes Organ ist sie maßgeblich an der Ausleitung von Giftstoffen beteiligt. Machen ihr zu viele Giftstoffe, Säuren und Schlacken zu schaffen, reagiert sie auf diese wahre "Säureflut" empfindlich mit Trockenheit, Pusteln, Rötungen, Unreinheiten oder Pickeln. Auch das Bindegewebe wir durch Säuren und Schlacken stark geschwächt. Die Folge: Cellulite und Krampfadern. Typische Symptome einer dauerhaften Übersäuerung sind außerdem Müdigkeit, Haarausfall, Migräne, Gewichtszunahme, Hitzewallungen, sogar Krankheiten wie Rheuma, Gicht und Arthrose können in vielen Fällen darauf zurückgeführt werden.

Die meisten Menschen unternehmen dann Versuche, die Symptome zu bekämpfen – oft jedoch ohne großen Erfolg. Denn wenn mit aggressiven Körperpflegeprodukten Abhilfe geschaffen werden soll, oder starke Medikamente eingenommen werden, verstärken sich die Probleme mitunter dramatisch. Und somit entsteht ein Teufelskreislauf, denn die Einnahme von chemischen Produkten, gepaart mit zunehmendem Stress und einer stärkeren psychischen Belastung können wiederum die Übersäuerung anspornen. Der einzige Weg hinaus ist, das Problem an der Wurzel zu packen und den Säure-Base-Haushalt des Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ein ausgeglichener Säure-Base-Haushalt – wie geht das?

Ärzte und Heilpraktiker raten besonders bei starken Beschwerden zu einer ganzheitlichen Umstellung der Lebensweise. Dazu zählt der Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten, eine gesunde, fettarme und vorwiegend basische Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und regelmäßige Basen-Fastenkuren. Aber auch Kleinigkeiten können schon viel bewirken. Gerade, wenn man unter weniger starken Problemen leidet und zum Beispiel etwas für ein besseres Hautbild, gegen Müdigkeit und Antriebslosigkeit, oder häufig auftretende Kopfschmerzen unternehmen möchte, kann schon ein basisches Entspannungsbad in der Woche wahre Wunder bewirken.

Schon seit mehreren Hundert Jahren haben heilende Basenbäder einen festen Platz in der Naturheilkunde und werden immer wieder eingesetzt, um auf ganz natürliche und schonende Weise zu entschlacken. Vor allem während Fastenkuren helfen die hoch basisches Bäder und Wickel dabei, Säuren aus dem Körper zu leiten und die Haut zu regenerieren. Und das funktioniert auf mehrfache Weise: Das basische Badesalz erhöht den pH-Wert des Badewassers sehr stark.

Da unsere Haut bekannterweise kein nach außen abgeschlossenes System, sondern hoch durchlässig ist, kommt es dann zu einem Austausch der Flüssigkeiten in und um unseren Körper – in der Chemie wird dieser Prozess Osmose genannt. Die abgelagerten Schlacken, Säuren und andere Giftstoffe werden so regelrecht aus den Poren gesogen. Der Grund dafür: gibt man Säuren und Basen zusammen, erfolgt eine chemische Reaktion. Die Wirkungen der Säuren und Basen addieren sich jedoch nicht, sondern werden neutralisiert und somit für uns unschädlich gemacht.

Ein weiterer positiver Effekt des heißen basischen Badewassers ist, dass Pilze und Keime keine Chance haben, da sie sich normalerweise in saurem Millieu am wohlsten fühlen. So wird die Haut rundum und tiefenwirksam gereinigt. Und das kann man sogar sehen! Mit einem Teststreifen aus der Apotheke kann man den pH-Wert ganz einfach nachmessen. Der pH-Wert des Wassers ist nach dem Baden deutlich gesunken, denn die Säuren aus der Haut wurden in ihm gebunden.

Doch natürlich hat sich nicht nur das Wasser verändert. Schon direkt nach dem Abtrocknen verspürt man ein völlig neues Hautgefühl – sie ist straffer, glatter und reiner. Abgeguckt wurde dabei mal wieder in der Natur: Denn heutzutage weiß man, dass das hoch basische Fruchtwasser im Mutterleib für die sprichwörtlich glatte Babyhaut sorgt. Genau diesen Effekt erzielen auch Basenbäder. Für ein rundum neues Körpergefühl sorgt aber nicht nur die weiche Haut nach dem Bad. Zusätzlich fühlt man sich deutlich ausgeruhter, denn im warmen Wasser lässt endlich der Stress nach, Muskeln und Gelenke entspannen vollkommen und Schmerzen verfliegen. Wer im Alltag volle Power geben will, sollte regelmäßig für Entspannungs-Pausen sorgen.

Die richtige Anwendung von Basenbädern

Zunächst einmal sollte man darauf achten, dass das Produkt, welches man verwenden möchte, auch tatsächlich für ein basisches Badewasser sorgt. Denn der Begriff "Basisches Badesalz" ist patentrechtlich nicht geschützter. Das bedeutet jeder Hersteller kann gewöhnliches Badesalz als basisches Badesalz verkaufen. Nützlich sind deshalb Teststreifen um dem pH-Wert des Wassers zu bestimmen. Hat man letztendlich ein geeignetes basisches Badesalz gefunden, gibt man etwas davon ins heiße Badewasser, lässt es vollständig auflösen und bestimmt den pH-Wert. Idealerweise sollte dieser in etwa bei 8 liegen. Nun kann endlich der gemütliche Teil beginnen.

Die nächsten 20 bis 30 Minuten sollten nun gänzlich der vollkommenen Entspannung von Körper und Geist gewidmet sein: Lassen Sie sich einfach von der Haar- bis in die Fußspitze vom warmen Wasser umschmeicheln, legen Sie schöne Musik auf, zünden Sie eine Kerze an oder genießen Sie in der Wanne einen leckeren Tee – was auch immer Ihnen gut tut.

Und auch wer keine Badewanne besitzt, muss nicht darauf verzichten. Mit basischen Wickeln kann man den gleichen Effekt erzielen wie mit einem Bad. Dafür in einer Schüssel oder einem Eimer heißes Wasser mit dem basischen Badesalz mischen und Handtücher damit tränken. Diese können dann um Arme, Beine und den Oberkörper gewickelt werden. Mit einer Decke oder einem weiteren Handtuch darüber, hält man seinen Körper warm und kann ebenso entspannen, als würde man in der Wanne liegen.

Wer den Effekt des Basenbades zusätzlich verstärken und seine Haut so richtig verwöhnen möchte, kann vor dem Bad ein basisches Peeling machen. Das kann man ganz leicht selbst herstellen indem man das basische Badesalz mit etwas Öl und gegebenfalls etwas Honig mischt und es dann in kreisenden Bewegungen auf die Haut aufträgt. Dadurch werden abgestorbene Hautschuppen gelöst und die Haut optimal auf das Basenbad vorbereitet. Nach dem Bad empfiehlt es sich außerdem, die Haut mit basischer Körperlotion oder einem verwöhnenden Öl einzureiben.

Als Unterstützung zu einer Basen-Fastenkur können Basenbäder bist zu drei mal wöchentlich angewandt werden, da sie die Ausscheidung der gelösten Giftstoffe optimal unterstützen. Im Normalfall reicht schon ein Bad die Woche, um einen Großteil zum Ausgleich des Säure-Base-Haushaltes beizutragen. Optimal wäre es natürlich, wenn sich Basenbäder, basische Ernährung und regelmäßige Bewegung zu einer ganzheitlichen Methode für ein gesundes Leben ergänzen. Für wen sind Basenbäder besonders geeignet?

Generell sind basische Bäder für die meisten Menschen gut geeignet, um einer chronischen Übersäuerung durch mildes Entschlacken vorzubeugen. Vor allem nach einem stressigen Tag kann man so vollkommen entspannen. Hautunreinheiten oder Pickel, trockene Haut oder glanzloses Haar haben bei regelmäßiger Anwendung von Basenbädern keine Chance.

Wer allerdings unter schwerwiegenderen gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck, oder Herzbeschwerden leidet, sollte zunächst Rücksprache mit dem Hausarzt halten und sich ausführlich beraten lassen, wie Basenbäder am Besten anzuwenden sind. Richtig genutzt können sie so Beschwerden maßgeblich mildern.

Aber auch für Menschen, die keinerlei Beschwerden haben, bieten basische Bäder die optimale Ergänzung zu einer ohnehin schon gesunden Lebensweise. Besonders bei unterschiedlicher Belastungen für die Haut durch die verschiedenen Wetterphasen im Jahr. Im Winter, wenn es draußen kalt ist, drinnen jedoch trockene Heizungsluft herrscht, kommt es bei vielen schnell zu Problemen mit trockener Haut.

Ein basisches Bad hilft hier nicht nur, sich an einem kalten Wintertag so richtig schön aufzuwärmen, sondern macht auch die Haut wieder zart und geschmeidig und spendet viel Feuchtigkeit. Ein anderes Extrem ist der Sommer, wenn die Haut einer deutlich höheren UV-Strahlung ausgesetzt wird. Besonders nach einem sonnenreichen Sommerurlaub können Basenbäder dazu beitragen, dass die Haut nach dem Urlaub ebenso erholt wie Sie selbst aussieht.

Es gibt aber auch ganze Lebensabschnitte, in denen unser Körper besondere Unterstützung und Pflege benötigt:

Babies und Kinder Schwangere
Während der Schwangerschaft liegt das Kind im basischen Millieu des Fruchtwassers mit einem pH-Wert von etwas über 8. Es schützt den Fötus vor Pilzen und Flechten, da diese ausschließlich in saurem Millieu überleben und versorgt das heranwachsende Leben optimal mit allem was es braucht. Auch nach der Geburt eignet sich die milde Pflege basischer Körperpflegeprodukte und Basenbäder gut für Babies und Kleinkinder. Die natürliche Entgiftung des weiblichen Körpers entfällt durch das Ausbleiben der Periode, so dass es schnell zu einer Übersäuerung kommen kann. Basische Bäder können diesen Prozess übernehmen und den Körper dabei unterstützen, Giftstoffe über die Haut auszuleiten. Basische Körperpflegeprodukte machen die Haut zudem zart und geschmeidig. Die Haut wird optimal mit Feuchtigkeit versorgt und gegen die große Belastung während der Schwangerschaft gewappnet. Außerdem kann so Schwangerschaftsstreifen bestmöglich vorgebeugt werden.

Besonders in den Wechseljahren kommt es häufig zur Übersäuerung, da sich in dieser Zeit oft mehrere Faktoren überschneiden. So verändert sich die Hormonpoduktion im ganzen Körper und muss sich erst wieder einpendeln. Hinzu kommt, dass man sich mit dem Alter meist weniger bewegt und schneller unter einer erhöhten Stressbelastung leiden kann. Die häufigsten Anzeichen für eine Übersäuerung in den Wechseljahren sind Hitzewallungen bei Frauen und Haarausfall bei Männern.

Frauen in der Menopause Männer in der Andropause
Ebenso wie in der Schwangerschaft, fällt auch in der Menopause die Periode als wichtiger Entgiftungsmechanismus weg und Schlacken können sich leichter ansammeln. Der Körper versucht, durch zeitweise Erhöhung der Temperatur die sich ansammelnden Schlacken regelrecht zu verbrennen: Die Folge sind die für die Wechseljahre so typischen Hitzewallungen. Körperpflegeprodukte mit einem sauren pH-Wert verstopfen zudem die Poren und verstärken Schweißausbrüche und das Gefühl von Hitze. Basenbäder bringen den Säure-Base-Haushalt wieder ins Gleichgewicht und können so auf natürliche Weise Abhilfe schaffen. Bei Männern in der Andropause kommt es statt zu Hitzewallungen eher zu Haarausfall. Eine Übersäuerung der Kopfhaut macht sich meist aber schon deutlich früher bemerkbar: Schuppen, trockene Haut und Juckreiz sind oftmals erste Anzeichen. Basenbäder oder basische Shampoos öffnen die Poren der Kopfhaut und tragen dazu bei, das Säure-Base-Verhältnis wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Quelle: amaiva.de